„WirkRaum K“ im Erfahrungsaustausch „Klimaschutz in Großstädten“ vorgestellt
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Am 12. März 2026 kamen über 20 Vertreter*innen der 30 NRW-Großstädte zum Erfahrungsaustausch „Klimaschutz in Großstädten“ der Kommunal Agentur NRW im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund zusammen. Mit dabei war auch das Forschungsprojekt „Organisationsmodelle für die Umsetzung kommunaler Klimaneutralitätsstrategien“, vertreten durch Andreas Hübner, Bernd Tenberg und Janine Grimm.
Das Forschungsprojekt des Lehrstuhls Ressourcen- und Energiesysteme der Fakultät Raumplanung untersucht, wie die Handlungs- und Umsetzungsfähigkeit von Kommunen im Kontext der Klimaneutralität systematisch gestärkt werden kann. Es wird von den sechs nordrhein-westfälischen Kommunen Aachen, Arnsberg, Dortmund, Essen, Münster und Wuppertal aktiv begleitet.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass in vielen Kommunen bereits fundierte Strategien und Konzepte zur Klimaneutralität vorliegen. In der Umsetzung zeigen sich jedoch häufig strukturelle Herausforderungen: Weniger fehlendes Wissen oder Engagement, sondern vielmehr unzureichend gestaltete Entscheidungs- und Wirkräume begrenzen die Wirksamkeit kommunalen Handelns.
Wie also kann Verwaltung mit einem wirksamen Beitrag für den Zielzustand Klimaneutralität handeln? Die Beantwortung dieser Fragestellung erfordert einen Perspektivwechsel: Kommunaler Klimaschutz muss als systemische Aufgabe verstanden werden, die nicht linear durch die Kommunen gesteuert, sondern lediglich gezielt beeinflusst werden kann. Ein zentrales Ergebnis ist der sogenannte „WirkRaum K“, ein praxisnaher Arbeitsprozess, der Kommunalverwaltungen dabei unterstützt, ihre Rolle im Transformationsprozess zu reflektieren und ihre Handlungsmöglichkeiten strategisch zu nutzen.
Der entwickelte WirkRaum K bietet einen strukturierten, geschützten Rahmen innerhalb der Verwaltung, in dem innovative Lösungen erprobt, Konflikte moderiert und Maßnahmen wirkungsorientiert gebündelt werden können. Gerade weil Strukturen allein nicht ausreichen, wird im Wirkraum das Zusammenspiel von fachlicher Expertise, prozessualer Kompetenz und organisationalem Lernen ermöglicht.
Die wesentlichen Erkenntnisse des laufenden Forschungsprojektes wurden im Rahmen eines Impulsvortrags vorgestellt und kamen in den anschließenden Arbeitsphasen immer wieder zur Sprache. Es zeigte sich, dass viele Kommunen vor ähnlichen Herausforderungen stehen – etwa in den Bereichen Steuerung, Kommunikation oder Ressourcenausstattung. Entsprechend groß war das Interesse sowohl am zugrunde liegenden Perspektivwechsel als auch am WirkRaum K-Ansatz. Das Forschungsprojekt leistet damit einen praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung kommunalen Klimaschutzhandelns und stößt wichtige Impulse für den effizienten und effektiven Wandel zur Klimaneutralität an.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Kommunal Agentur NRW für die Organisation des Erfahrungsaustausches und die Möglichkeit, die bisherigen Projektergebnisse im Rahmen eines Impulsvortrages vorzustellen.




