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Fakultät Raumplanung

"3-3-1": Neues Forschungsprojekt gestartet

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Das Verbundprojekt „Vom Plan zur Wende: 3 Räume – 3 Strategien – 1 Ziel (3-3-1)” startete am 1. Juli 2026

Zum 1. Juli 2026 ist das Verbundprojekt „Vom Plan zur Wende: 3 Räume – 3 Strategien – 1 Ziel (3-3-1)” gestartet. Das Forschungsprojekt läuft bis Ende 2028 und wird im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Förderaufruf „Vom Plan zur Wende“ gefördert. Es ist Teil der Mission Wärmewende 2045 und adressiert die Entwicklung nachhaltiger und übertragbarer Lösungen zur dezentralen Wärmeerzeugung im Bestand.

Koordiniert wird das Projekt vom Wuppertal Institut gemeinsam mit der Stadt Geldern. Neben dem Lehrstuhl RES wirken der Verband Wohneigentum sowie die Gemeinde Behlendorf als assoziierte Partner mit.

Ausgangspunkt des neuen Projektes ist die auch in kleineren Städten und ländlichen Räumen erforderliche Wärmewende. Während in dicht besiedelten Gebieten häufig leitungsgebundene Wärmenetze eine zentrale Rolle spielen, sind kleinere Städte und ländliche Räume oftmals auf dezentrale Wärmeversorgungslösungen auf Gebäude- oder Quartiersebene angewiesen. Für Kommunen bedeutet dies, einen komplexen Transformationsprozess zu gestalten, dessen Umsetzung maßgeblich von den Entscheidungen privater Eigentümer*innen und weiterer lokaler Akteur*innen abhängt.

Das Projekt „3-3-1“ untersucht deshalb, wie sich vorhandene Veränderungsbereitschaften der Bürger*innen gezielt aktivieren lassen und welche kommunalen Steuerungsprozesse erforderlich sind, um die Wärmewende in Bestandsquartieren erfolgreich umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen zwei Beispielquartiere mit unterschiedlichen Governance-Ansätzen: Während im Gelderner Barbaraviertel ein verwaltungsgetriebener Top-down-Ansatz verfolgt wird, setzt das Quartier Essen-Im Beisen auf einen partizipativen Bottom-up-Prozess. Ergänzend wird die Übertragbarkeit der entwickelten Lösungsansätze in der ländlichen Gemeinde Behlendorf untersucht.

Das RES-Team bringt seine Expertise insbesondere in den Bereichen integrierte Quartiersentwicklung, Akteursanalyse und kommunale Governance in das Projekt ein. Innerhalb der Laufzeit soll ein systemisches Simulationsmodell entwickelt werden, das die Wirkungszusammenhänge zwischen kommunalen Maßnahmen und der Investitionsbereitschaft zentraler Akteursgruppen quantitativ abbildet. Das Modell soll Kommunen künftig als lernendes Steuerungsinstrument dienen, um unterschiedliche Handlungsoptionen zu bewerten, Maßnahmen datenbasiert zu priorisieren und Governance- sowie Planungskapazitäten im kommunalen Wärmesektor zu stärken.

Mit den im Projekt entwickelten Lösungsbausteinen soll ein Beitrag geleistet werden, die Umsetzungskapazität von Kommunen zu erhöhen und die Wärmewende insbesondere in kleineren Städten und ländlichen Räumen wirksam zu beschleunigen.